Das Dorf mit 18 Einwohnern gehörte bis zur Gebietsreform zur Gemeinde Ketterschwang. Erstmals 1302 als Swäblingshofen = Hof des Swabilin genannt, bestand es ursprünglich aus vier Höfen.
Den unteren Hof, der Braugerechtsame hatte, erwarben am 29. 3. 1382 von Heinrich von Eldratshofen die Sammlung der Frauen vom Malerhof Kaufbeuren. Er verblieb dem Kloster bis 1803. Er war Lehen der »Spät von Turneck«.
Den zweiten Hof vermachten die Ritter von Baisweil dem Spital zu Kaufbeuren zu 2/3 und dann 1438 ganz. Das letzte Drittel war der Richter und zugleich Gefängnis.
Ein dritter halbleibfälliger Hof, Besitz der Herren von Heimenhofen, dem eine Schmiede angehörte, deren Gerätschaften aber der Gemeinde Schwäbishofen gehörten, gelangt 1461 in bürgerlichen Besitz und schließlich 1684 an das Spital Kaufbeuren.
Der vierte Hof ist der ehemalige Widdumshof, samt Vogtrecht und Kirchensatz, ein Lehen vom Stift Kempten. Schwäbishofen war nämlich damals selbständige Pfarrei. Bentelin von Heimenhofen zu Burgberg, der den Hof von Stephan von Schwarzenberg geerbt hatte, verkaufte ihn 1422 den Honold von Kaufbeuren, von wo nach deren Aussterben der Pfarrbesitz an die Stadt Kaufbeuren kam.
1473 hatte Schwäbishofen in vier Haushaltungen 17 Seelen. Seit 1661 wurde die Seelsorge regelmäßig zu Eurishofen ausgeübt. Eine Kapelle Ulrich und Afra in Schwäbishofen zerfiel 1880.
Von einer kleinen Kirche zu Schwäbishofen heißt es 1719, daß sie nicht mehr zu reparieren sei. Der wohl bald darauf begonnene Neubau wurde 1835 zu Ehren des Hl. Nikolaus geweiht. Die letzte Außenreparatur des Kirchleins eines Bauern im Übergang zwischen Barock und Rokoko erfolgte 1939. Die Staatshoheit über Schwäbishofen hatte bis 1803 die Reichsstadt Kaufbeuren.

