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Sonstige Nachrichten

Bild: Weltjugendtag 2011 in Madrid
1. Volle U-Bahn-Züge waren in Madrid an der Tagesordnung. Hier mussten wir uns selber helfen, um einen Platz zu finden.
2. Auf dem Flughafengelände „Cuatro Vientos“ feierte die Pfarrjugend Germaringen zusammen mit fast 2 Millionen Jugendlichen den Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages in Madrid
3. Am ersten Sonntagsgottesdienst nach ihrer Rückkehr berichtete die Pfarrjugend in den Kirchen von ihren Erlebnissen. Hier zu sehen sind Simon Kerler, Andrea Fischer, Pfarrer Joachim Gaida und Johanna Fischer. Am 16.09.2011 um 20:00 Uhr folgt dann der Erlebnisabend mit Fotos und Berichten vom Weltjugendtag im Germaringer Hof zu dem alle eingeladen sind.

Pfarrjugend Germaringen „on tour“ zum Weltjugendtag

Die Tage in den Diözesen: Unser Ziel - Ibiza

Es ist, Dienstag, 09. August 2011 - 10 Uhr morgens; die Pfarrjugend Germaringen (Gummibärchen!) wird von Pfarrer Joachim Gaida, Diakon Gerhard Entrup und Bürgermeister Kaspar Rager verabschiedet. Nachdem das Gepäck verstaut worden ist, geht es los! In Ars, Frankreich machen wir den ersten größeren Zwischenstop, um einen gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika zu feiern. Gegen 22:15 Uhr geht es weiter zur Fähre im Hafen von Valencia. Nach vier Stunden Fahrzeit und starkem Seegang kommen wir endlich auf Ibiza an, wo uns die Ibizianer herzlich mit Plakaten empfangen und uns die einheimischen Tänze und Musik zeigen. Wir sind in einer Grundschule in Santa Eulalia untergebracht, von der aus wir die wunderschön auf einem Berg gelegene Kirche sehen. Dort finden jeden Tag ein gemeinsames Morgen- und Abendgebet statt. Dann geht es an die „Zimmeraufteilung“, bei der sich die Pfarrjugend Germaringen (Gummibärchen!) schlussendlich durchsetzt, dass wir gemischt in einem Raum schlafen, jedoch muss eine klare Linie zwischen Mädchen und Jungen erkennbar sein.

Während unseres Aufenthalts  auf Ibiza gehen wir jeden Tag zum Strand, fahren Bananaboot und genießen das schöne Wetter bei mindestens 30°C. Dank dem Lunchpaket, das die Ibizianer täglich liebevoll für uns zusammenstellen, sind wir bis zum Abendessen bestens versorgt (vor allem mit Cocktailtomaten). Ein besonderes Erlebnis ist auch der Gottesdienst in Eivissa, bei dem eine rockige Jugendband spielt und dem eine wunderschöne Lichterprozession hinauf zur Kathedrale folgt. Dort können wir einen traumhaften Ausblick und leckeres Essen genießen (hau´s dia nei in hohla Grint!). Auch der Kreuzweg mit dem Bischof von Ibiza entlang der Strandpromenade von Sant Antoni beeindruckte uns sehr.

Am letzten Abend findet als krönender Abschluss noch ein bunter Abend mit den Spaniern, Franzosen und Kolumbianern statt, bei dem wir Germaringer „Gschupfte Nudla“ vorsingen und diese anschließend auch servieren. Die Spanier zeigten sich begeistert von dieser Spezialität. Letzter Höhepunkt war noch die heilige Messe zu Mariä Himmelfahrt in einem Gemeinschaftsgottesdienst von Einheimischen und Deutschen. Nach diesen ereignisreichen Tagen in der Diözese Ibiza sind wir gut eingestimmt auf den Weltjugendtag in Madrid.

Die Tage des Weltjugendtags in Madrid

Als wir dort Dienstagmorgen gegen vier Uhr ankommen, breiten wir uns sofort auf dem Schulhof aus und schlafen schon fast wieder, als die Meldung kommt, dass wir wegen Überfüllung in eine andere Unterkunft müssen. Das war der Anfang des „Surprise-Surprise-Tages“. Wir machen uns, zusammen mit einer Polizei-Eskorte auf den Weg zur nächsten Turnhalle, wo die Pfarrjugend Germaringen (Gummibärchen!) erst mal das Fliegerlied anstimmt. Total übermüdet, aber trotzdem guter Stimmung  beziehen wir unser Quartier, und können dort erstmal bis 11:00 Uhr ausschlafen, bis es Frühstück gibt. Danach werden organisatorische Dinge, wie das Ausstellen der Essensmarken, Ausgabe der Pilgerrucksäcke und der Metrokarten, erledigt. Wir merken sofort, dass die Stadt Madrid sich auf die zahlreichen Pilger aus aller Welt freut. Die Straßen waren geschmückt mit Fahnen und Plakaten. Überall wird uns zugewunken und Hilfe angeboten. Echte Gastfreundschaft!

An den Vormittagen finden Katechesen (Unterrichtungen) statt, die immer von verschiedenen Bischöfen gehalten werden. An den Nachmittagen gibt es zahlreiche Veranstaltungen, Festivals und Konzerte, zu denen wir gehen können. Wir können unseren Tag frei gestalten, da wir aus dem Programmheft (welches es leider nur auf Spanisch gibt), raussuchen, was uns gefällt. Als Papst Benedikt XVI. Donnerstagnachmittag ankommt, stehen hunderttausende junge Leute auf den Straßen, um ihn in seinem Papamobil zu sehen und ihm zuzujubeln. Wir feiern schon Stunden vor seiner Ankunft. Alle singen, tanzen und rufen: „Esta es la juventud del papa!“ (Das ist die Jugend des Papstes). Anschließend beginnt die Begrüßungszeremonie auf dem Plaza de Cibeles. Jugendliche überreichen Willkommensgeschenke an den Papst und er begrüßt die jubelnde Menge in verschiedenen Sprachen. Tags darauf findet ein riesiger Kreuzweg im „Parque del Buen Retiro“ mit dem Heiligen Vater statt (Viva el papa!).

Abschluss des Weltjugendtages

Samstagmorgen geht es dann schon los zum Flugplatz „Cuatro Vientos“. Da wir so früh losgefahren sind, bekommen wir auch einen super Platz auf dem riesigen Feld. Das Gelände, das für 750.000 Personen ausgerichtet ist, ist mit guten 1,5 Millionen Besuchern völlig überfüllt. Pilger aus über 190 Ländern soweit das Auge reicht. Bei 45°C im Schatten bilden sich schon nach kurzer Zeit lange Schlangen vor den Wasserstellen. Die Feuerwehr beregnet mit großen Wasserwerfern die Felder und auch wir suchen Platz unter unseren Sonnenschirmen. Am Spätnachmittag trifft auch der Papst ein und feiert gemeinsam mit uns eine Vigilfeier (Gebetswache). Mitten unter der Feier zieht ein Gewitter auf. Der Himmel ist orange vom Staub, es stürmt und der riesige Chor singt „Halleluja“. Trotz unseren Gebeten an den Heiligen Petrus fängt es zu regnen an und viele verstecken sich unter ihren Sonnenschirmen. Papst Benedikt XVI. ruft uns Jugendlichen zu „Wir sind stärker als der Regen“. Nach dieser kurzen Erfrischung setzt sofort wieder die warme spanische Luft ein und die Vigilfeier konnte fortgesetzt werden. Ein unbeschreibliches Gefühl setzte ein, als der Papst die Jugendlichen zur eucharistischen Anbetung aufrief. Minutenlange Stille auf einem Flughafenfeld mit über einer Million Jugendlichen vor dem Allerheiligsten Sakrament war für uns alle ein beeindruckendes Gefühl.  

Gegen Mitternacht gab es dann noch ein Feuerwerk und die Stimmung auf dem Feld ist super. Am Sonntagmorgen werden wir durch die warme Sonne geweckt und das Highlight unserer Fahrt folgt. Der Papst fährt mit dem Papamobil ein, der Chor singt und die Stimmung unter den Menschen wird immer noch besser. Die große Abschlussmesse beginnt mit der Hymne des Weltjugendtages 2011 „Firmes en la fe“ (Stark im Glauben). Die Fürbitten werden in verschiedenen Sprachen vorgetragen und wir können mit unseren Handys den Gottesdienst und die Ansprache von Papst Benedikt XVI. auf Deutsch mitverfolgen, da dieser auf Spanisch gehalten wird. Nach der Messe bleiben wir noch bis 16:00 auf dem Feld, um nicht in die Menschenmassen zu geraten, denn die Ausgänge, sowie Metrostationen sind „totally collapsed“ (völlig überlastet).  

Am nächsten Tag steht der Bus um acht Uhr morgens bereit, um uns erst nach Avignon in Frankreich zur Zwischenübernachtung und schließlich nach Hause zu bringen. Am Dienstagabend, den 23. August kommen wir erschöpft aber glücklich mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen in Germaringen an und freuen uns über den Willkommensempfang unseres Pfarrers Joachim Gaida, sowie unserer Eltern.  

Die Zeit in Spanien war für uns alle ein großartiges Erlebnis, das wir nie mehr vergessen werden und eine Bereicherung im Glauben!  

Christine Reisach, Lisa Negele und Andrea Fischer
Pfarrjugend Germaringen

Bild: Pfarrjugend Germaringen
1. Der große Garten des Jugendhauses Elias war ideal für unsere große Teilnehmerzahl
2. Teamfähigkeit war gefragt bei den Geschicklichkeitsspielen
3. Alles lief hervorragend: 76 begeisterte Teilnehmer des Hüttenwochenendes der Pfarrjugend

Hüttenwochenende der Pfarrjugend in Seifriedsberg

76 Jugendliche und Betreuer der Pfarrjugend Germaringen machten sich am Freitag, den 15. April 2011 um 15.30 Uhr auf den Weg nach Seifriedsberg bei Sonthofen. Gemeinsam fuhren die Teilnehmer mit dem Bus vom Germaringer Hof weg und machten sich auf die Reise. Im Jugendhaus Elias angekommen wurden die Zimmer bezogen und das erste Abendessen konnte am Buffet eingenommen werden. Danach trafen wir uns im Gruppenraum zur Vorstellungsrunde und Kennenlernen. Dieser Stuhlkreis nahm ungeahnte Dimensionen an, da diese Anzahl von Teilnehmern hier zum ersten Male ihre volle Geltung zu Tage brachte. Den Betreuern wurde ein wenig lau im Magen. Aber kaum waren alle Stühle besetzt starteten wir freudig mit den Spielen. Auch die Nacht war alles andere als ruhig und langweilig: Mitternachtsvolleyball in der Turnhalle, Mord in Palermo, Tabu XXL, und vieles mehr wurden gespielt. Eines ist sicher: Schlaf gab es am wenigsten.

Frisch und fröhlich starteten wir dann am Samstag um 8.00 Uhr beim Frühstück in den Tag hinein. Am Vormittag waren unsere Bastelhände und unsere Kreativität gefragt: Wir gestalteten Osterkerzen, beklebten Tontöpfe mit kunstvollen Mosaikmustern, stellten Kreuze für eine Kette her, Filzten bis zum Umfallen und bogen Draht um einen Stein, was als Kartenhalter diente, die man auch gestalten konnte. So war der Vormittag im Nu vorbei. Jeden hatte das Bastelfieber ergriffen und mit großem Eifer nahm wirklich jeder an den Workshops teil. Vor allem das Mosaik-Kreuz war am Ende um jeden Hals zu sehen.

Nach dem leckeren Mittagessen durfte jeder machen was er wollte, bis wir uns um 14 Uhr wieder zu unserer gemeinsamen Gottesdienstvorbereitung trafen. Hier wurde gesungen, gemalt und geschrieben. Anschließend durften sich alle 76 Teilnehmer bei Teamspielen beweisen: Klopapierrennen, Meterstab halten, Turm bauen, Luftballon befestigen. Als wir einen Sieger ermitteln konnten, gab es die Möglichkeit sich beim Wellness zu entspannen oder beim Brennball die überflüssige Energie rauszulassen. Die Betreuer sorgten dafür, dass für jeden etwas geboten war. Um 18 Uhr trafen sich wieder alle zum gemeinsamen Abendessen im Essensraum.

Um 19.30 Uhr begann dann der gemeinsame Gottesdienst mit Jugendpfarrer Klaus Hellmich in unserem Gruppenraum, da unsere Teilnehmeranzahl das Fassungsvermögen der Kapelle sprengte. Der Gottesdienst war wunderschön und jeder einzelne leistete seinen Beitrag dazu. Pfarrer Klaus Hellmich zeigte sehr deutlich, wie wichtig und wertvoll so eine starke Gruppengemeinschaft ist.

Vom Abendessen war jeder gestärkt und das bedeutete, dass wir wieder eine lange Nacht vor uns hatten. Die Nacht begann mit einem Lagerfeuer und Lagerfeuermusik in der großen Gartenanlage des Jugendhauses. Danach lud unser „DJ MC C.P.“ in die Disko ein, bei der richtig eingeheizt wurde und die Jungs boten zur Mitternachtsstunde wieder Volleyball an.

Das letzte Frühstück musste dann ein paar Übermüdungsausfälle melden. Ansonsten war es wirklich ein sehr gelungenes Wochenende. Am Vormittag setzten wir uns alle ein paar Jährchen zurück und spielten mit Spaß und Freude Kindergeburtstagsspiele: Schokoladenwettessen, Topfschlagen, Klopapier einrollen und Activity. Mit einer riesen großen Brennballrunde: "Betreuer gegen Teilnehmer" beendeten wir unseren Vormittag und nahmen das letzte Mittagessen vor Ort ein. Nach dem Essen durfte jeder bei der Reflektion alles loswerden, was ihm am Wochenende gefehlt bzw. gefallen hat.

Kurzes Resümee: Das Essen war spitze, die Betten (sofern sie benutzt wurden) waren sehr bequem, die Turnhalle war genial, das Wetter haben wir so bestellt, das Frühstück war allen Kindern „zu früh“, das Lagerfeuer weckte Zeltlagerstimmung, das Haus war super für uns und wir sind alle der Meinung: Das muss wiederholt werden!

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, die sich vorbildlich verhalten haben und wir freuen uns schon auf die nächste Aktion mit euch allen. Wir bedanken uns auch bei allen Betreuern, die ihre Freizeit diesem Wochenende geschenkt haben. Nur durch euer Engagement ist so etwas „RIESIGES“ möglich. Wir bedanken uns auch bei allen Eltern, die uns ihr Vertrauen entgegenbringen. Außerdem gilt ein großes Vergelt´s Gott den Kirchenverwaltungen von  Ober- und Untergermaringen, die uns alle finanziell unterstützt haben, so dass solche Aktionen immer wieder möglich sind.

Johanna Fischer