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Turm und Glocken der Georgibergkirche

Die Renovierung des Turmes 2002

Zwischen Himmel und Erde

In den Jahren 2000 – 2002 wurde der Turm innen und außen gründlich saniert, weil eindringende Feuchtigkeit dem Mauerwerk auf der Westseite sehr zugesetzt hatte. Um die Bausubstanz des Turmes erhalten zu können, entschloss man sich nach vielen Überlegungen, die Westseite mit Holzschindeln zu verkleiden. Die Blechabdeckungen der angedeuteten Simse finden allerdings nicht allgemeine Zustimmung. Bei der Dachkonstruktion trug man den Erfordernissen des konstruktiven Holzschutzes Rechnung, d. h., man versah sie mit einer Hinterlüftung. Dabei musste nicht nur der Dachstuhl angehoben, sondern auch die gesamte innere Holzkonstruktion (Zwischenböden und Treppen) erneuert werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung betrugen rd. 110000 Euro, wobei von der Pfarrgemeinde ca. 31 000 Euro aufzubringen waren. Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch die Friedhofsmauer saniert und neu verputzt, um sie vor weiterem Verfall zu bewahren.

Die Glocken der Georgiberg-Kirche

Die neuen Glocken für den Georgiberg
Vor dem Aufziehen der Glocken; Heinrich Frank, Willi Lipp, Wilhelm Kittel
Die alten, eisernen Glocken

Ursprünglich bestand das Geläute aus drei Bronzeglocken mit den Jahreszahlen 1644, 1856 und 1872. Die mittlere Glocke trug die Inschrift: „Christof Neidhard in Augspurg gos mich anno 1644;

Die Qualität des Stahles war aber anscheinend nicht besonders gut: Materialermüdung verursachte im Lauf der Jahre Risse, die zuletzt eine ernste Gefahr für die Stabilität darstellten, weshalb ab Herbst 1991 nicht mehr geläutet werden durften. Nach nur 18 Monaten, am 23. Mai 1993, weihte Bischof Dr. Josef Stimpfle bereits drei neue Glocken aus der weltbekannten Gießerei Perner in Passau. Möglich war dies durch verschiedene Zuschüsse und zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung. Am nächsten Tag beobachteten viele Schaulustige das Aufziehen der Glocken. Die alten Stahlglocken hängen jetzt in einem kleinen Glockenstuhl am Anfang des Fußweges zur Georgikirche.

Die vorläufig letzten Renovierungsarbeiten fanden 2003 an den Bildstöcken zum schmerzhaften Rosenkranz entlang des Fußweges zum Georgiberg statt: Die alten Blechtafeln begannen zu rosten, weshalb der Germaringer Künstler Otto Schicht die Bilder auf Alu-Tafeln übertrug und neu malte.

Autor: Gerd F. Thomae

 

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