Dorfkirche St. Johannes Baptista
Wegen der Entlegenheit der Pfarrkirche auf dem Georgiberg entstand schon im Mittelalter in Untergermaringen selbst eine Kapelle, die dem hl. Albanus (vermutlich dem hier durchziehenden Priester der Völkerwanderungszeit) geweiht war.
Diese Kapelle wurde in den Jahren 1472/73 erweitert und ausgebaut. Vermutlich errichtete man in dieser Bauphase den Westteil des Chores, den Turm und wohl auch den Kern des Langhauses. Damit konnten nun Sakramente im Ort gespendet werden. Auch die Taufen wurden aus praktischen Gründen hier gefeiert. Dies war wohl ein Grund dafür, dass die Kirche Johannes den Täufer zum Patron bekam.
Weihe der Kirche
In einer weiteren Bauphase in der ersten Hälfte des 18. Jh. sind der Chor und das Langhaus erweitert, wohl gleichzeitig Sakristei und Vorzeichen angefügt worden. Die Deckengemälde von F. A. Wassermann aus dem Jahr 1749 zeigen im Chor Johannes den Täufer in der Wüste und im Kirchenschiff die Taufe Christi. Auf den vier kleineren Fresken sind die Verkündigung an Zacharias, Maria Heimsuchung, die Namensgebung Johannes sowie Elisabeth mit dem Johannesknaben auf der Flucht dargestellt. Am 21. Juni 1768 nahm Weihbischof Adelmann die Konsekration der Kirche vor. Auch das Vortragekreuz mit einer gefassten Holzfigur stammt noch aus dieser Zeit.
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