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Treffen 2010

1. Die traditionelle Begrüßung an der Glocke
2. Paul Klöck und Franz Hartmann reisten mit dem Fahrrad nach La Verrie
3. Die offizielle Geschenkübergabe
4. Kulinarisches Beisammensein
5. Die Gruppe 2010

Fahrt nach La Verrie zu unserer Partnergemeinde im August 2010

Fünf erlebnisreiche Tage liegen hinter uns. Wir haben französische Gastfreudschaft, französisches Essen und französischen Wein genießen dürfen und fahren mit vielen Eindrücken im Gepäck wieder nach Hause. Am Freitag, den 30.07. hatten wir uns auf den Weg nach La Verrie gemacht. 71 Germaringer sind mit dem Bus gefahren, 19 mit eigenem PKW, 8 sind geflogen und 2 haben das Wagnis auf sich genommen und sind mit dem Fahrrad insgesamt 1070 km nach La Verrie geradelt. Besonders freuten wir uns darüber, dass unser Herr Pfarrer Dr. Joachim Gaida, Bürgermeister Kaspar Rager und Altbürgermeister und Ehrenbürger Josef Kreuzer mit uns gereist sind. Nach einer ruhigen Fahrt mit einer großen Pause in Reims, um die dortige Kathedrale zu besichtigen, kamen wir mit leichter Verspätung am frühen Samstagabend in La Verrie an.

Wie immer wurden wir ganz herzlich empfangen und nach ungewohnt kurzem Abendessen in den Gastfamilien wartete der erste Höhepunkt auf uns. Unsere französischen Freunde hatten Karten ins „Puy du Fou“ organisiert und die meisten unserer Gastfamilien haben uns in diesem Jahr begleitet.  In einer grandiosen Kulisse spielen 3.200 Laiendarsteller die Geschichte ihres Landes, der Vendée. 150 Pferde sind genauso beteiligt wie Ochsen, Ziegen und eine Gänseschar. Historische Kostüme und modernste Technik werden in exzellenter Weise verbunden und das „Spectacle“ endet in einem grandiosen Feuerwerk. 15.000 Zuschauer sind an zwei Abenden pro Woche während der Sommermonate von dem überdimensionalen Schaupiel beeindruckt.

Der Sonntagmorgen begann mit dem Läuten der Partnerschaftglocke durch die Bürgermeister der beiden Gemeinden, Jean-Paul Rongeard und Kaspar Rager. Auch die Altbürgermeister Alexis Raveleau und Josef Kreuzer bekräftigen die Partnerschaft durch gemeinsames Läuten der Glocke.  

Die beiden Musikkapellen aus La Verrie und Germaringen spielten im Anschluss auf dem Platz Charles-de-Gaulle während des Fahnenhissens die deutsche und die französische Nationalhymne und zum Schluss gemeinsam die Europahymne. Der anschließende Gottesdienst, den Pfarrer Dr. Gaida mit zelebrierte, wurde in Teilen sowohl Französisch als auch in Deutsch gelesen und sogar die vier jüngsten Mitfahrer aus Germaringen hatten die Franzosen in die Gestaltung mit einbezogen. Nach dem Gottesdienst trafen wir uns alle auf dem „Place Leauté“ für die offiziellen Ansprachen. Bürgermeister Rager überreichte als Gastgeschenk an die Gemeinde La Verrie eine geschnitzte Figur, die einen aussäenden Bauern darstellt. Wie der Germaringer Rathauschef betonte, soll dies ein Symbol für die weiter wachsende Freundschaft sein. Das Germaringer Komitee Freundeskreis La Verrie überreichte an die Mitglieder des französischen Partnerschaftkomitees je ein „Partnerschaftskissen“ mit den aufgedruckten Wappen der beiden Gemeinden als Dankeschön für die Organisation des Besuches. Das Germaringer Komitee bekam eine große Tafel mit dem Logo des Französischen Komitees überreicht.

Im Anschluss lud Bürgermeister Rongeard zum traditionellen Freundschaftsglas in den angrenzenden Saal, bevor wir uns im benachbarten Park zu einem großen Picknick trafen. Hier wurde Mitgebrachtes gegrillt, und auf den Biertischen stapelten sich die feinsten Salate, Obst, Brot, Kuchen und Wein. Es brauchte keiner hungrig den Nachmittag zu beschließen. Die Feuerwehr von La Verrie lud zu Wettkämpfen und Vorführungen ein, die vor allem die mitgereisten Feuerwehrler eifrig besuchten.  

Am Abend präsentierte die Französische Volkstanzgruppe „Les Folkises“ ihr ganzes Können im Salle des Noues und es gab sogar etliche durchaus artistische Einlagen. Zu später Stunde brachte die Band Sunnight noch den Saal mit lauter Musik für die jungen Leute in Stimmung. Montagmorgen hieß es früh aufstehen. Es stand eine Fahrt nach Les Sables d´Olonne auf dem Programm.

Der interessante Stadtrundgang, unter anderem durch die kleinste Gasse der Welt, und die Besichtigung eines alten Fischerbootes waren für den Vormittag geplant, um nach dem gemeinsamen Mittagessen entweder zur Salinenbesichtigung oder zu einem Strandbesuch aufzubrechen. (Aus gut unterrichteten Kreisen wurde von wilden Wasserschlachten am Strand berichtet!) Am Montagabend hatten sich einzelne Gastgeber zusammengefunden, um für die deutschen Freunde französisch zu kochen und man saß noch lange am Abend beieinander. Für den Dienstag war dem Komitee „Les Amis de Germaringen“ etwas ganz besonderes eingefallen. Das Ganze stand unter dem Motto „Kulinarischer Spaziergang“ durch die Umgebung von La Verrie. Wir spazierten über Felder und Wiesen, bergauf, bergab, um nach jeweils etwa einer Stunde zuerst ein Getränk, dann einen Aperitif mit kleinen Leckereien und zum Schluss eine gedeckte Tafel mit einem kompletten Mittagessen vorzufinden.  

Die Stimmung war trotz der Anstrengung super und ein großer Teil ließ es sich nicht nehmen, anschließend noch zu Fuß nach La Verrie zurückzukehren. Auch an diesem Abend luden die Franzosen wieder zu einem Essen in den Familien ein und verwöhnten ihre deutschen Freunde auf das Feinste. Am letzten Tag, dem Mittwoch, besuchten wir zum Abschluss ein Museum, das „Historial“ der Vendée, in dem wir unser Wissen aus dem Schauspiel im „Puy du Fou“ noch vertiefen konnten. Das Museum ist neu eröffnet und gehört zu den Attraktionen der Vendée.

Der letzte Abend war wie immer für den traditionellen Abschiedsabend reserviert, an dem die Gäste – also diesmal die Gemeinde Germaringen – die Gastgeber zum Essen einladen. Die offiziellen Reden, bei denen sich die Vorsitzenden des Komitees in La Verrie, Anthony Godet und Phillippe Bretaudeau, zum Beispiel bei allen unterstützenden Vereinen bedankten und die Vorsitzende des Komitees in Germaringen, Pia Brand, für die Gastfreundschaft und das tolle Programm ihren Dank an die Gastgeber aussprach, endeten mit der Einladung von Bürgermeister Kaspar Rager an die Partnergemeinde La Verrie, uns in 2 Jahren in Germaringen zu besuchen.

 Im Anschluss zeigte die Volkstanzgruppe aus Germaringen uns unter der Leitung von Marlene Nieberle 6 Tänze, die sie für den Besuch in Frankreich extra einstudiert hatten. Die 7 Paare steigerten sich unter dem Beifall des gesamten Saales von Tanz zu Tanz und beendeten ihre Darbietung mit dem Zillertaler Hochzeitsmarsch.

Am Ende des mehrgängigen Essens zapften die beiden Bürgermeister, Kaspar Rager und Jean-Paul Rongeard, die mitgebrachten Bierfässer mit jeweils 4 Schlägen an. Der offizielle Teil des Abends endete wie bei jedem Treffen mit dem traditionellen „Tanz der Brioche“. Donnerstag Morgen ging es dann unwiderruflich ans Abschied nehmen. Nach dem gemeinsamen Foto mussten wir in den Bus steigen und machten uns auf dem Heimweg ins Allgäu.

Im Bus erwartete uns noch eine gelungene Überraschung, die die beiden Komiteemitglieder Elke Metschar und Martin Schlichterherle schon zu Hause vorbereitet hatten. Wir alle wurden zu einem Quiz über die Partnergemeinde La Verrie, die Partnerschaft und Frankreich eingeladen. Allen Mitfahrern machte die Sache großen Spaß, zumal es sogar noch etwas zu gewinnen gab. In der Nacht zum Freitag sind wir etwas müde wieder in Germaringen angekommen.

Wir haben 5 wunderbare Tage mit einem abwechslungsreichen Programm hinter uns, konnten erneut die französische Gastfreundschaft genießen, alte Freundschaften vertiefen und neue gewinnen. Es war besonders erfreulich, dass viele junge Leute mitgereist waren und viele, die das erste Mal dabei waren. Auf diese Weise bleibt die Partnerschaft lebendig.      

Komitee Freundeskreis La VerrieBürgermeister Kaspar Rager,  Pia Brand, Martin Schlichtherle, Elke Metschar, Marianne Weiser, Gaby und Armin Rist, Hedwig Rösch, Andree Gött und Katharina Götz