Zahlen und Fakten zur Gemeinde Germaringen

Alle Fakten auf 448 Seiten in der Chronik der Gemeinde

Römerfunde in Ketterschwang? Das Geheimnis der Georgikirche? Ein Mord in Obergermaringen und eine Schiffahrt im Ziegelring? Und was ist eigentlich ein Widdumhof? Wer verbirgt sich hinter dem Hausnamen "beim Leesa" und wo befand sich "der niedere Hof"?
Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind bei der Arbeit an der Chronik in ihren alten Fotoalben auf längst vergessene Bilder gestoßen und dabei wurde das Wissen um Begebenheiten in der Gemeinde wieder wach. Die Arbeitskreise der Ortsteile haben dann das Material gesichtet und geordnet und daraus eine interessante und informative Chronik der Gemeinde Germaringen erstellt.

Die Alteingesessenen werden schmunzeln und sagen: "Ja, so war's". Unseren neuen Einwohnern wird das Buch Einblick geben in Familien und Zusammenhänge von der Besiedelung des Raumes, der Teilung von Ober- und Untergermaringen über die Gebietsreform bis in die Neuzeit. Alles in allem Geschichte und Geschichten aus mehr als einem Jahrhundert Dorfleben, illustriert durch zahlreiche Aufnahmen, zusammengefasst auf 448 Seiten.

Das Buch ist zum Preis von 40,00 EUR 
im Gemeindeamt, Westendorfer Straße 4a 
erhältlich. Tel. 08341-97750.

Wappen der Gemeinde

Die offizielle Wappenbeschreibung lautet: In Rot eine silberne Kirche mit goldenen Dach in Choransicht, zwischen deren zwei goldengedeckten Kuppeltürmen ein sechsstrahliger goldener Stern schwebt. Die doppeltürmige Barockkirche wurde vom Stift St. Moritz in Augsburg durch den Baumeister Kuile um 1697 errichtet. 1726/27 reich ausgestattet und ist noch heute eine Zierde des Wertachtales. Schon die Vorgängerin der heutigen Kirche war im 16. Jahrhundert Ziel vieler Wallfahrer zum Hl. Wendelin, der als Patron der Hirten und Landleute gilt. Zu seiner Verehrung kommen noch heute alljährlich 39 Gemeinden aus der weitesten Umgebung nach Obergermaringen in Wallfahrtszügen.
Wappen Germaringen
Als weiterer lokalgeschichtlicher Hinweis wurde in den Entwurf ein sechsstrahliger goldener Stern aus dem Stadtwappen von Kaufbeuren aufgenommen. Die frühere Reichsstadt war Gerichtsherr des Dorfes Germaringen und zählte den Ort zu ihrem ausgendehnten Besitz auf dem flachen Lande. Eine Beeinträchtigung der Wappenrechte der kreisfreien Stadt Kaufbeuren erfolgt durch diese Übernahme nicht, da das jetzige Stadtwappen ein völlig anderes Aussehen hat (gespalten von Gold und Rot; vorne ein halber schwarzer Adler am Spalt, hinten ein von zwei goldenen Sternen beseiteter goldener Schrägbalken). Die Hauptfarbe des neuen Gemeindewappens (Silber und Rot) weisen auf die frühere und jetzige Zugehörigkeit zur Diözese Augsburg hin.

Das Wappen ist also reich an geschichtlichen Beziehungen, klar und einfach in Aufbau und wird in gleicher Weise noch von keiner anderen bayerischen Gemeinde geführt. Die künstlerische Ausführung der Abbildung ist sehr gut. Zusammenfassend wird die ministerielle Zustimmung zur Annahme und Führung des Wappens in der vorliegenden Form gem. Art 4 Abs. 1 Satz 2 Go ohne Einschränkung empfohlen.

Basisdaten der Gemeinde Germaringen

Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Höhe: 660 m ü. NHN
Fläche: 22,88 km²
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87656
Vorwahl: 08341
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 130

Der Name des Ortes weist auf den Ursprungsort "Unteres Germaringen" hin (bei den Versippten des Germar, des Urmaiers).

Germaringen ist ein Haufendorf mit 2290ha Gesamtfläche (hiervon 267ha Wald, 1241ha Wiesen und 562ha Ackerland). Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Allgäu (Landkreis Ostallgäu). Zur nahe gelegenen Stadt Kaufbeuren sind es 7 km, nach Bad Wörishofen 15 km, der nächstgelegene Autobahnanschluss zur A 96 Lindau – München bei Buchloe ist 14 km und die Stadt Buchloe selbst ist 18 km entfernt. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Kaufbeuren mit Anschlüssen nach München, Lindau und Oberstdorf.

Der bäuerliche Anteil an der Bevölkerung beträgt nur noch rund 17%. Germaringen hat eine Postfiliale, Kindergärten, Grund- und Mittelschule mit M-Zug, ein Pfarramt und zwei Pfarrbüchereien, eine großzügige Sportanlage mit einem Fußballstadion, mehreren Fußballplätzen, Eisstockschützenbahnen, Tennisplätzen und einem gemeindeeigenen Zentrum im Germaringer Hof, ein Feuerwehrhaus mit angegliedertem Bauhof, und hinter dem historischen Wendelwirt das "Betreute Wohnen". Im Ortsteil Untergermaringen findet sich das Georgihaus mit Schützenheim. In Ketterschwang bietet der "Ketterschwanger Hof" Räumlichkeiten für die örtliche Landwirtschaft (Schlachthaus), den Gartenbauverein und einen großen Turnsaal.

Geschichte
Germaringen gehörte zur Freien Reichsstadt Kaufbeuren. Zu Germaringen gehörten die Gemeindeteile Ober- und Untergermaringen sowie das Riederloh. Ketterschwang kam im Jahr 1803 durch die Säkularisation der Reichsabtei Irsee (der der gesamte Ort bis auf den Weiler Schwäbishof gehörte) an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden.

Eingemeindungen
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Obergermaringen und Untergermaringen am 1. Juli 1972 zur neuen Gemeinde Germaringen zusammengeschlossen. Ketterschwang und Riederloh kamen am 1. Mai 1978 hinzu.

Einwohnerentwicklung in Germaringen

Am 01.04.2014 hatte Germaringen 3.818 Einwohner. Davon 1.895 männlich und 1.923 weiblich.
Aufgeteilt nach Ortsteilen bedeutet das:
Obergermaringen 2.564, Untergermaringen 772, Ketterschwang 402, Schwäbishofen 17, Riederloh 62

Einwohnerzahlenentwicklung seit 1840
(Jahr:  Obergermaringen / Untergermaringen / Ketterschwang / Schwäbishofen / Riederloh / gesamt)

1840: 322 / 277 / 276 / -- / -- / 875
1895: 251 / 279 / 368 / -- / -- / 1.168
1910: 565 / 311 / 359 / -- / -- / 1.235
1933: 592 / 316 / 367 /  -- / -- / 1.275
1946: 909 / 534 / 523 / -- / -- / 1.966
1970: 1497 / 501 / 384 / -- / -- / 2.382
1975: ----- / --  / -- / -- / -- / 2.392
1980: ----- / --  / -- / -- / -- / 2.515
1985: 1.815 / 557 / 310 / 30 / 48 / 2.760
1990: 1.925 / 614 / 323 / 28 / 74 / 2.978
1995: 2.274 / 716 / 359 / 23 / 64 / 3.436
2000: 2.441 / 739 / 384 / 22 / 58 / 3.644
2005: 2.519 / 795 / 392 / 18 / 52 / 3.776
2006: 2.498 / 788 / 391 / 18 / 52 / 3.747
2007: 2.504 / 789 / 410 / 17 / 53 / 3.773
2008: 2.503 / 796 / 412 / 17 / 49 / 3.777
2009: 2.469 / 792 / 408 / 17 / 49 / 3.735
2010: 2.576 / 819 / 426 / 17 / 53 / 3.891
2011: 2.496 / 774 / 410 / 18 / 60 / 3.758
2012: 2.529 / 785 / 396 / 18 / 59 / 3.786
2013: 2.552 / 770 / 394 / 17 / 61 / 3.793
2014: 2.564 / 772 / 402 / 18 / 62 / 3.818

Seit 1960 ist mit einer Ausnahme die Geburtenrate jedes Jahr höher gewesen, als die Sterberate. Lediglich 1985 waren es mehr Sterbefälle (31) als Geburten (25).

Zum 01.01.2014 lag der Ausländeranteil bei 4,01 %. Das sind 153 Personen aus 28 verschiedenen Ländern.

Detailiertere Statistiken erhalten Sie im Bürgerbüro der Gemeinde Germaringen.