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Obergermaringen und der Heilige Wendelin

Glaube.Brauchtum.Tradition: „Mir hand viel Vieh auf jedem Hof und do isch jeden Tag ebbas andres. Amoal goht es ums Kälbra, nau isch mea a Kuah krank. Do muass ma scha ebbern hau, deam ma vertraue ka, zu deam ma beata und den ma um Hilfe bitte ka, und des war für eis Germaringer scha allat dr Heilige Wendelin.“ 

 

Das sagte der 2016 verstorbene Landwirt Wendelin Burkhardt in einem Interview mit allgäu.tv anlässlich einer Tiersegnung. (YouTube St. Wendelin Germaringen) Er war ein großer Verehrer seines Namenspatrons und ein exzellenter Kenner der Dorfgeschichte.

Legenden berichten, dass das Grab des Heiligen Wendelin in St. Wendel im Saarland schon immer eine Heilstätte war für Hilfe suchende Menschen. Auch unsere Vorfahren in Obergermaringen haben Wendelin zum Fürsprecher und Patron ihrer Herden erwählt. Die Wendelinskirche wurde im 18. Jahrhundert zu einem beliebten und vielbesuchten Wallfahrtsort im Bistum Augsburg. 33 Gemeinden pilgerten jährlich nach Obergermaringen, 1928 waren es noch 22. Gegenwärtig kommen Wallfahrer aus Gutenberg, Kleinkitzighofen, Stetten und Hirschzell jedes Jahr nach St. Wendelin.

Wendelinsfeste

Es war damals Brauch bei den Hirten, vor und nach der Weidesaison in der Kirche zusammenzukommen und um Gottes Segen für die Herden zu beten. So feierten sie am Ostermontag, bevor die Tiere auf die Weide gelassen wurden und am Sonntag nach Martini (11.11.), wenn das Vieh wieder in den Stall kam, in St. Wendelin ein großes Hirtenfest.

Heute noch begeht die Pfarrgemeinde Obergermaringen am Ostermontag das 1.Hirtenfest mit einem Festgottesdienst und der Reliquienverehrung.

Das Patroziniumsfest (das Fest, an dem der Heilige geehrt wird, dem die Kirche geweiht ist) wurde in St. Wendelin über Jahrzehnte am 20. Oktober, also am Namenstag des Heiligen, gefeiert. Nach 1900 wurde es auf den Sonntag nach Kirchweih, später dann auf den Dienstag nach Kirchweih gelegt. So ist es bis heute geblieben. Dieses „Fescht“ wird bei den meisten Germaringer Landwirten immer noch hochgehalten. Bis 1969 bescherte es den Obergermaringer Schülern sogar einen Tag schulfrei. Erst als der Schulverband gegründet wurde und nun auch Kinder aus umliegenden Orten in die Schule nach Germaringen gingen, entfiel der freie Schultag.

Tiersegnung

Noch immer feste Tradition ist die alljährliche Tiersegnung. Am Vorabend des Patroziniums werden Hunde und Katzen, Meerschweinchen und Hühner, Kühe, Schafe, Pferde und weitere Haus- und Nutztiere gesegnet.

Wendelinsritte

In den Jahre 1924, 1930 und 1935 fanden zu Ehren des Volksheiligen große Pferdefestzüge statt mit bis zu 500 Pferden und Tausenden von Menschen. Besonders groß war die Besucherzahl 1935, wohl auch deshalb, weil Pfarrer und Schriftsteller Dr. Peter Dörfler (*1878 in Untergermaringen) die Festpredigt hielt. Der Krieg setzte diesem Brauchtum ein Ende.

1991 ließen die Obergermaringer auf Initiative von Ortspfarrer Wilhelm Tome + und dem Landtagsabgeordnete Erwin Seitz + den Wendelinsritt wieder aufleben. Es folgten Ritte im zwei-, dann im dreijährigen Rhythmus. Wegen einer Pferdeseuche im Jahre 2010 musste der letzte Umzug abgesagt werden.

Wendelinsspiel

Im Sommer 1997 feierte die Gemeinde das 300-jährige Jubiläum der Wallfahrtskirche St. Wendelin. Im Oktober des gleichen Jahres kam ein Theaterspiel über das Leben des Heiligen zur Aufführung, verfasst von Marlene Nieberle. Aufgrund der großen Resonanz gründeten einige Obergermaringer den Theater- und Brauchtumsverein St. Wendelin.

Dieses Theaterstück ist nun am 20./21./22. Oktober 2017 im Landgasthof Germaringen wieder zu sehen. „Ergänzt wird es mit einem zusätzlichen Bühnenbild“, so die Spielleiterin Marlene Nieberle.

Im Dorf erinnern die Namen „St. Wendel Gasse“, „St. Wendel Apotheke“, „Zum Wendelwirt“, „Haus St. Wendelin“ (betreutes Wohnen) und Schützenverein St. Wendel an den Volksheiligen, der vor circa 1450 Jahren in und mit der Natur gelebt hat und in Obergermaringen seit mehr als 400 Jahren um Fürsprache und Beistand angerufen wird.

Die Stadt St. Wendel im Saarland feiert in diesem Jahr mit vielen Veranstaltungen den 1400-jährigen Todestag des Heiligen. Auch dort kommt im Oktober ein „Wendelinsspiel“ zur Aufführung.

Hildegard Stellmach 

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Feierliche Wiedereröffnung der Kirche St. Wendelin

Am 22. Juli 2017 war es endlich soweit - nach über einem Jahr Renovierungszeit mit umfassenden Baumaßnahmen konnte die Pfarrgemeinde mit zahlreichen Gläubigen einen wunderschönen Festgottesdienst feiern.

Den Festgottesdienst zelebrierte Weihbischof Florian Wörner zusammen mit Pfarrer Austin Abraham, Pfarrer Joachim Gaida, Pater Thiemo Biechele, sowie Diakon Gerhard Entrup. Eine feierliche Prozession, angeführt von Fahnenabordnungen und der Musikapelle Germaringen zog in die frisch renovierte Wallfahrtskirche St. Wendelin ein. Musikalisch umrahmt vom Kirchenchor Obergermaringen unter der Leitung von Julia Kaufmann und den Musikern des Musikvereins Germaringen unter der Leitung von Reinhard Rössler erklang das Lied „Ein Haus voll Glorie“. Unter den Gottesdienstbesuchern auch zahlreiche Ehrengäste.

Ein besonderer Dank sprachen Pfarrer Austin Abraham und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Kaufmann dem Kirchenpfleger Josef Bertele aus, der die Baumaßnahmen über all die Monate hin überwachte und organisierte. Dafür spendeten am Ende des Gottesdienstes alle einen kräftigen Applaus.

Nach dem Gottesdienst wurde im Germaringer Hof zu einem Stehempfang eingeladen, bei dem die anwesenden Ehrengäste ihre Grußworte aussprachen.

Bürgermeister Helmut Bucher betonte die finanzielle Unterstützung  in Höhe von 95.000 Euro durch die Gemeinde Germaringen und dankte den vielen Helfern, die zur Renovierung beigetragen haben. Altbürgermeister  Josef Kreuzer überreichte von der Geschwister-Fuchs-Stiftung eine Spende in Höhe von 6.000 Euro.

Josef Miller, der frühere bayerische Landwirtschaftsminister und jetzt Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesstiftung lobte ebenfalls die Renovierung der Kirche und überbrachte die Zuschusszusage über 85.500 Euro durch die Bayerische Landesstiftung.

Am Ende gab auch Architekt Michael Graf Einblicke in die Arbeiten der verschiedenen Bauabschnitte und zeigte Bilder zu den ausgeführten Arbeiten.  Er erwähnte dabei auch, dass die Außenarbeiten an den Türmen und der Fassade bis zum Wintereinbruch fertig sein sollen, sofern die die Finanzierung und Auftragsvergaben planmäßig verlaufen.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Kaufmann bedankte sich am Ende im Namen der Pfarrgemeinde bei allen Spendern, sowie bei allen Helfern für die Organisation der Feierlichkeiten und dem Musikverein Germaringen  für die Gestaltung des Abends. 

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Umfassende Kirchenrenovierung von St. Wendelin - es geht weiter

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende! Regelmäßige Stand- und Sicherheitsüberprüfungen haben ergeben, dass die Statik der St. Wendelinskirche einer Renovierung bedarf. Infos und Spendenkonto finden Sie hier...

 

Der Dachstuhl und die Dachbalken erhalten neue Hölzer, die zwei Türme müssen zusammengespannt werden und der Westgiebel muss stabilisiert werden. Auch die Auflage der Empore wird verstärkt. Zudem wird im Innenraum die komplette Raumschale gereinigt, die Stuckarbeiten restauriert und die Altarbilder und Votivtafeln aufgefrischt. Im Außenbereich werden auch am Sockel noch Ausbesserungsarbeiten durchgeführt.

Weiter geht es nun mit Maßnahmen im Außenbereich. Die Fassade wird neu gestrichen und die Türme stabilisiert. 

Alles in allem führt die Kostenschätzung auf über 1,2 Mio. Euro. Davon werden 90% durch das Bistum Augsburg, die eigenen Sparguthaben der Kirchenstiftung Obergermaringen und durch Zuschüsse der Gemeinde Germaringen gedeckt. Ein Restbetrag in Höhe von knapp über 100.000 Euro muss durch Spendengelder gedeckt werden. Helfen wir zusammen - für unsere Kirche St. Wendelin!

Spendenkonto:
Empfänger Kirchenstiftung St. Wendelin
IBAN: DE28 7336 9918 0002 5006 63
Verwendungszweck: Spende Kirchenrenovierung

 

Wir halten Sie auf diesen Seiten auf dem Laufenden was die Renovierung betrifft! Herzlichen Dank und vergelts Gott für Ihre Unterstützung!

 

 

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Josef Bertele ist 40 Jahre Kirchenpfleger in Obergermaringen

Ein ganz besonderes Jubiläum feiert in diesem Jahr unser Josef Bertele. Seit nunmehr 40 Jahren ist er Kirchenpfleger der Pfarrei St. Michael Obergermaringen. Dieses Amt und die damit verbundenen Aufgaben übernahm er im Jahr 1977 von Michael Kees und war von da an für die örtlichen Kirchenstiftungen verantwortlich. Seitdem führt er mit viel Geduld und Umsicht dieses Amt sehr verantwortungsvoll aus, zumal im Laufe der Jahre die Anforderungen an einen Kirchenpfleger von Seiten der Bischöflichen Finanzkammer immer größer geworden sind: Die Betreuung und Abwicklung von zahlreichen Renovierungen der beiden Kirchen St. Michael und St. Wendelin, die Pfarrhaussanierung und ebenso die Kindergartenerweiterungen forderten stets vollen Einsatz von Josef Bertele. Nicht zu vergessen sind der Brand von St. Michael im Jahre 1993 und nun ganz aktuell die große Renovierung der St. Wendelinskirche.

All dies sind Herausforderungen, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Daneben gehören zu seinen Aufgaben die Abwicklung der laufenden Vermögensangelegenheiten sowie die Aufstellung der Haushalte der Kirchenstiftungen. Außerdem kümmert er sich hilfsbereit und treu um die weiteren Belange der Pfarrgemeinde zu denen die Versorgung des Waldes, die Sauberkeit in und um die Kirchengebäude, das Rasenmähen uvm. gehören, von denen viele auch im Verborgenen geschehen.

"Man kann ihm gar nicht genug danken für diese Tätigkeit", sagt Pfarrer Austin Abraham den anwesenden Kirchenverwaltungs- und Pfarrgemeinderatsmitgliedern.

40 Jahre im Amt des Kirchenpflegers - Wir sagen DANKE!

Mit einem Dankgottesdienst am Sonntag, den 12. März 2017, um 09:30 Uhr in der Kirche St. Michael laden wir alle ein mitzufeiern und unsere Wertschätzung und Dankbarkeit für den jahrzehntelangen Einsatz des Kirchenpflegers zum Ausdruck zu bringen. Im Anschluss an den Gottesdienst findet im Foyer vom Haus St. Wendelin (Betreutes Wohnen) ein Stehempfang statt.

von rechts nach links; Vorstand: Andreas Fischer ,Kirchenpfleger: Josef Bertele, Marktbereichsleiter: Martin J. Köpfle
von rechts nach links;
Vorstand: Andreas Fischer ,Kirchenpfleger: Josef Bertele, Marktbereichsleiter: Martin J. Köpfle

Raiffeisenbank Kirchweihtal überreicht Spende

Zu Gunsten der umfassenden Kirchenrenovierung von St. Wendelin durfte sich Kirchenpfleger Josef Bertele über eine Spende der Raiffeisenbank Kirchweihtal freuen. 1.500 Euro überreichten Vorstand Andreas Fischer und Marktbereichsleiter Martin J. Köpfle an die Kirchenstiftung St. Wendelin. 

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Feierlicher Einführungsgottesdienst für unseren neuen Pfarrer Austin

Mit einem Festgottesdienst in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Oberostendorf führte Dekan Reichart unseren neuen Pfarrer Austin Abrahahm in sein Amt ein. Pfarrer Austin leitet seit September unsere Pfarreiengemeinschaft Germaringen. 
Bei einem großen Einzug mit Fahnenabordnungen und Musikkapelle nahmen auch viele Geistliche aus der Umgebung am Festgottesdienst teil. Dekan Reichart kam mit Blick auf die prächtig gestaltete Kirche ins Schwärmen. Er meinte, diese sei "ein Stück Himmel auf Erden". Die vornehmste Aufgabe eines Priesters sei es, "Menschen in den Himmel zu führen". Ein Pfarrer habe natürlich viele weitere Aufgaben, die aber alle dieser Hauptaufgabe zugeordnet seien. Ein Pfarrer müsse und werde auf die Menschen zugehen, werde sie trösten, Orientierung geben und sie ermutigen. Die Gläubigen rief er auf, ihren neuen Pfarrer von ganzem Herzen zu unterstützen. 

Zum ersten Male sangen alle vier Kirchenchöre der Pfarreiengemeinschaft zusammen und es erklangen "himmliche" Töne in der Kirche. Stellvertretend für alle Gremien (Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen) sprach Paul Daum (Pfarrgemeinderatsvorsitzender aus Ketterschwang) ein Grußwort und hieß alle Gottesdienstbesucher - darunter auch viele Gläubige aus Pfr. Austins bisheriger Pfarrei Scheidegg - und Ehrengäste, allen voran die Herren Bürgermeister Bucher (Germaringen) und Holzheu (Oberostendorf), sowie der evangelische Pfarrer Stahl, willkommen. 

Man sei eine große Pfarrfamilie sagte Daum und hoffe darauf, dass der neue Pfarrer die Arbeit seines Vorgängers Dr. Joachim Gaida in der Seelsorge fortsetze und sich um die sozialen Belange kümmere. Auch stünden große Aufgaben wie die Kirchenrenovierungen in Ketterschwang und Obergermaringen an. Gemeinsam und mit einem guten Geist dürfe man aber vertrauensvoll in die Zukunft blicken. 

Unser neuer Pfarrer bedankte sich für die gute Aufnahme in der Gemeinde. Allen voran sprach er seinen Dank an Gemeindereferentin Maria Ruf, Pfarrsekretärin Gabi Negele und Diakon Gerhard Entrup aus, die ihn von Beginn an sehr unterstützten und er versicherte, dass man den "Weg des Glaubens" gemeinsam gehen werde, denn "wir sind Kirche". Sein Dank galt auch Dekan Reichart für die feierliche Amtseinführung und all jenen, die sich in der Vorbereitung und Organisation mit eingebracht hatten. Ebenfalls bedankte er sich für die großartige musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes. 

Beim anschließenden Stehempfang im Oberostendorfer Vereinsheim hießen die Bürgermeister den neuen Pfarrer auch in den politischen Gemeinden willkommen. Helmut Bucher überreichte ihm eine Germaringer Ortschronik, sowie einen Gutschein für die örtlichen Gaststätten. Die Musikkapelle Oberostendorf umrahmte den Empfang musikalisch und bei Häppchen und Getränken kamen die Gläubigen mit ihrem neuen Pfarrer ins Gespräch. 

Zur Person:

Pfarrer Austin Abraham wurde 1973 in Indien geboren. Er gehört dem MSFS-Orden (Missionare des Heiligen Franz von Sales) an. Seit 2008 leitete er die Pfarreiengemeinschaft Scheidegg, seit dem 01.09.2016 ist er nun Leiter der PG Germaringen. 

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Spende für Kirchenrenovierung St. Wendelin

Über eine großzügige Spende in Höhe von 1.500 Euro durfte sich die Kirchenstiftung St. Wendelin freuen. Rudolf Dokic hatte anlässlich seines 70. Geburtstages um keine Geschenke, sondern um Geldbeträge gebeten, um diese dann gesammelt für die Kosten der Kirchenrenovierung zu verwenden. Das Autohaus Dokic rundete dann auf eine gerade Summe in Höhe 1.500 Euro auf. Bei der Spendenübergabe bedankten sich Kirchenpfleger Josef Bertele und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Kaufmann für die Summe zu Gunsten der großen Kirchenrenovierung für die Kirche St. Wendelin bei Rudolf Dokic und dem Autohaus Dokic.