Germaringer Ehrenbürger

Ehrenbürger der Gemeinde Germaringen

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde einer Persönlichkeit verleihen kann, die sich in herausragender Weise um das Wohl der Bürger oder das Ansehen der Gemeinde verdient gemacht hat.

Ehrenbürger aus Obergermaringen

Hauptlehrer Friedrich Kuen

Hauptlehrer Friedrich Kuen

1858 - 1932

Friedrich Kuen wurde am 6. Dezember 1858 in Ellzee, kgl. Bezirksamt Krumbach, geboren. Seine Eltern waren einfache Strumpfwirkereheleute, die ihrem begabten Sohn das Lehrerstudium ermöglichten. Seine Frau Kreszenz, eine geborene Harlacher, stammte aus Unterbissingen, kgl. Bezirksamt Dillingen.
Nach seinem letzten Dienstort Bonstetten (bei Augsburg) ist sein neuer Wirkungsort ab 16. Januar 1901 Obergermaringen. Nachdem die Renovierung der Dienstwohnung (Lindenstraße 2) nicht termingerecht beendet werden kann, findet die Familie mit den beiden Kindern Paul (*2.12. 1889) und Anna (*9.01.1892) vorübergehend Unterkunft bei der Nachbarsfamilie Führer.

Aufgrund seines zuvorkommenden, freundlichen Wesens integriert sich Kuen mit seiner Familie rasch in die Dorfgemeinschaft. Wenn es um die Erledigung schriftlicher Vorgänge mit Ämtern geht, wird er von vielen Bürgern um Rat und Mithilfe gebeten.

Schließlich wird ihm neben den kirchlichen Diensten auch die Posthalterstelle anvertraut. Postfrachten wurden zu jener Zeit noch zweimal täglich mit dem Milchfuhrwerk nach Pforzen hin- und zurückgebracht.
Während des Krieges ist er infolge Arbeitskräftemangel alleinstehenden Frauen bei der Zusammenstellung von Feldpostpäckchen behilflich, indem er die Sendungen selbst packt, verschnürt und mit der richtigen Adresse beschriftet.

Insgesamt 23 Jahre widmete sich Kuen der Erziehung und Bildung der Obergermaringer Schuljugend. Am 22. Februar 1924 wird er vom Gemeinderat für seine verdienstvolle Tätigkeit zum Ehrenbürger ernannt.

Nachdem seine Frau bereits 1916 verstorben war, konnte Hauptlehrer Kuen seinen Lebensabend mit der Familie seines Sohnes Paul – er war Lehrer in Obergermaringen bis 1937 – und seiner Tochter Anna (Handarbeitslehrerin) bis zu seinem Tode am 27. April 1932 verbringen.

Das Ehrengrab, das die Gemeinde errichten ließ, erinnert an den allseits beliebten Pädagogen.

BGR Ludwig Lutz

Bisch. Geistl. Rat, Pfarrer Ludwig Lutz

1914 - 1996

Geboren am 14. April 1914 in Fulda, wurde er nach seinem Theologiestudium am Heiligen Abend 1940 in Augsburg zum Priester geweiht. Im zweiten Weltkrieg zwischen 1940 und 1945 diente er als Sanitäter beim Militär.
Nach dem Krieg war er zunächst Kaplan in Lechbruck und Landsberg. Am 1. Juli 1952 übernahm er von seinem Vorgänger Karl Frick die Germaringer Pfarrei St. Michael und 1958 wurde ihm auch die Betreuung der Pfarrei St. Georg in Untergermaringen anvertraut.

35 Jahre wirkte Pfarrer Lutz in Ober- und 29 Jahre in Untergermaringen als Seelsorger. Während seiner Amtszeit in Germaringen hat er vier Kirchen sowie den Untergermaringer Pfarrhof renoviert und in Obergermaringen einen neuen gebaut. Dank seiner Initiative wurde 1955/56 auch der Kindergarten errichtet.
Als Dekan des Dekanates Kaufbeuren kümmerte sich Pfarrer Lutz auch um die Belange der zahlreichen anderen Pfarreien. Mit voller Hingabe widmete er sich der seelsorgerischen Begleitung der Landjugend und des katholischen Landvolkes. Ein besonderes Anliegen als Dekan war ihm 1980 die Gründung der Sozialstation Buchloe-Germaringen-Pforzen e. V. mit dem Sitz in Buchloe.
Als er am 30. Nov. 1987 in den wohlverdienten Ruhestand trat, wurde er für sein segensreiches Schaffen von der Gemeinde mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet. Solange es sein Gesundheitszustand zuließ, übernahm er in Kaufbeuren, wo er die letzten Lebensjahre verbrachte, noch Dienste in der Krankenhausseelsorge. Im neugestalteten Priestergrab bei St. Michael fand er am 6. Sept. 1996 seine letzte Ruhestätte. 

MdL Erwin Seitz

1928 - 2003

Erwin Laurencius Seitz wurde am 16.08.1928 auf dem "Wald­hören­hof", heute Westen­dorfer Str. 1 ge­boren. Noch bevor er als Land­wirt­schafts­meister den elter­lichen Hof über­nahm, enga­gierte er sich ab 1948 beim "Bayeri­schen Bauern­ver­band" (BBV) als Orts-, Kreis-, und Bezirks­obmann der Land­jugend, später als Mit­glied des Kreis- und Bezirks­vor­standes, bis er stell­ver­treten­der Bezirks­vor­stand und von 1977 bis 1992 Präsi­dent des BBV Schwaben wurde. 1992 wurde er zum Ehren­präsi­denten ernannt.

Als Vertreter des BBV war er in ver­schie­denen Gremien tätig: seit 1960 Mit­glied im"Landes­aus­schuss der Bayeri­schen Tier­seuchen­kasse" und seit 1984 des­sen Vor­sitzender. Von 1968 bis 1986 Mit­glied im "Landes­aus­schuss der Bayeri­schen Schlacht­vieh-Vers­icherung", von 1979 bis 1991 stell­ver­treten­des Mit­glied im "Natur­schutz­beirat des Bayeri­schen Staats­minis­teriums für Landes­ent­wicklung und Umwelt­fragen", seit 1979 Mit­glied im "Kura­torium und Präsi­dium der Aka­demie für Natur­schutz und Land­schafts­pflege Laufen", von 1978 bis 1990 Mit­glied im "Genos­sen­schaft­lichen Beirat der BayWa". Dafür wurde ihm die "Silberne (1978) und Goldene Ähre (1991)" des BBV und 1989 die "Andreas-Hermes-Medaille" des Deut­schen Bauern­ver­bandes ver­liehen.

Seit Übernahme des Wald­hören­hofes im Jahre 1956 widmete sich Erwin Seitz darüber­hinaus dem bäuer­lichen Nach­wuchs. Davon zeugen 1976 die "Ehren­urkunde für Berufs­aus­bil­dung in der Land­wirt­schaft" und 1978 der "Ehren­teller des Bayeri­schen Staats­minis­teriums für Ernährung, Land­wirt­schaft und Forsten".

Von 1956 bis 1984 war er im Gemein­de­rat von Ober­germa­ringen, später Germa­ringen, und 42 Jahre im Kreis­tag Kauf­beuren und Ost­allgäu ver­treten. Von 1960 bis 1984 war er stell­ver­tre­tender Land­rat. Im Jahre 1970 wurde Erwin Seitz in den Bayeri­schen Land­tag gewählt und wirkte bis 1994 in den Aus­schüs­sen Ernäh­rung und Land­wirt­schaft - Wirt­schaft und Ver­kehr - Bundes und Europa­ange­legen­heiten. Daneben beriefen ihn vers­chie­dene land­wirt­schaft­liche Organi­satio­nen in ehren­amt­liche Führungs­posi­tionen:

  • Ab 1960 im Verbands­aus­schuss der "Allgäuer Herde­buch­gesell­schaft" (AHG)
  • 1963 bis 1988 Vorstands­mit­glied im Ver­bands­aus­schuss der AHG. Im Laufe der 28-jährigen Tätig­keit erhielt er die Medaille der AHG in Bronze, Silber und Gold
  • 1962 Mitglied des Aufsichts- und Ver­waltungs­rats der "Süd­fleisch GmbH", von 1983 bis 1989 Auf­sichts­rats­vor­sitzen­der
  • Ab 1972 Mitglied im "Landes­markt­aus­schuss der Landes­vereini­gung der Bayeri­schen Milch­wirt­schaft"
  • ab 1985 Vorsitzender des "Milch­wirt­schaft­lichen Vereins Allgäu-Schwaben"


An weiteren Ehrenämtern und Initiativen müssen erwähnt werden:

  • 1962 bis 1987 Vor­sitzen­der des CSU-Orts­ver­ban­des Germaringen
  • 1957 bis 1971 Aufsichtsrat der Molkerei-Genos­sen­schaft Ober­ger­marin­gen-Westen­dorf
  • ab 1967 Aufsichtsrat der Milch­ver­sor­gung Kauf­beuren-Bad Wöris­hofen
  • mehr als 2 Jahrzehnte Geschäfts­führer und Auf­sichts­rats­vor­sitzender beim Omnibus-Unter­nehmen Kirch­weihtal
  • 1958 bis 1990 1. Vorsitzender des "Betriebs­helfer­aus­schusses Kauf­beuren"
  • 1965 bis 1985 Vorsitzender der "Futter­trock­nung Kauf­beuren"
  • 1976 bis 1989 Aufsichtsratsvorsitzender der "Raiff­eisen­bank Ober­germa­ringen"
  • ab 1962 Gründungsmitglied und Vor­sitzen­der der "Vieh­ver­wertungs-Genos­sen­schaft Schwaben eG"
  • 1953 Mitbegründer des Musikvereins Ober­ger­maringen - heute noch Ehren­mitglied
  • Aktive Unterstützung des Allgäu-Schwäbi­schen Musik­bundes, der ihn 1975 mit der Förder­medaille in Gold ehrte


Erwin Seitz wurde hoch geehrt:   

  • 1980 mit dem Bayerischen Verdienst­orden
  • 1981 mit der Kommunalen Verdienst­medaille in Bronze und Silber
  • 1984 mit dem Bundes­verdienst­kreuz am Bande
  • 1985 mit der Bayerischen Verfas­sungs­medaille in Silber und Gold
  • 1992 mit der Goldenen Staats­medaille


In Dankbarkeit, Aner­ken­nung und Würdi­gung seiner hervor­ragen­den Ver­dienste um seine Heimat­gemeinde als Initiator, Berater, Beistand, Schirm­herr und Förderer des Gemein­wohls ernannte ihn der Gemein­de­rat im Januar 1995 ein­stim­mig zum Ehren­bürger der Gemeinde Germaringen.

Alt-BGM Josef Kreuzer

Altbürgermeister Josef Kreuzer

*12.04.1937  

  • Erster Bürgermeister 1974 – 1996
  • Einsatz für den Verbleib des Ortsteils Riederloh in Germaringen
  • 1987 Durchführung der Ortskanalisationen in Obergermaringen, Untergermaringen und Ketterschwang
  • 7 ha großes Gewerbegebiet ausgewiesen
  • 1987 angeordnete Dorferneuerungen in Untergermaringen und Ketterschwang,
  • Bau des Georgihauses, eingeweiht 1993
  • 1995 Bau der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in Ketterschwang mit Straßenneubau
  • Bau des neuen zweizügigen Kindergartens
  • Anlage des Dorfparks an der Schule
  • Bau der Geh- und Radwege von Obergermaringen nach Neugablonz und Untergermaringen, von Untergermaringen nach Ketterschwang
  • 1996 Kauf des LEW-Gebäudes für die Feuerwehr Obergermaringen
  • Partnerschaft mit La Verrie, Urkunde 1992
  • Bau der Sportanlagen und des Germaringer Hofs
  • Freundschaft mit der französischen Partnergemeinde La Verrie
  • 14 Wohnbaugebiete ausgewiesen und erschlossen  
  • Verleihung der Ehrenbürgerwürde zu seinem 70. Geburtstag am 12.04.2007
  • Ernennung zum Altbürgermeister, 29.07.2000
  • Gemeinderat 1966 – 1974
  • Stellvertreter des Landrats, 1990 – 30.04.2002
  • Mitglied des Kreistages, 1972 – dto.
  • Fraktionsvorsitzender der CSU im Kreistag, 1984 – 1990
  • Stellvertretender Ortsvorsitzender der CSU, 1962 – 1999
  • Stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU, 1971 – 1999
  • Verwaltungsrat der Kreis- und Stadtsparkasse, 1978 – heute
  • Ehrenamtlicher Richter, 8 Jahre
  • Kreisvorsitzender der Europa-Union im Kreisverband Kaufbeuren-Ostallgäu, 1997 – 2003
  • Stellvertretender Vorsitzender der Gennach-Hühnerbach-Gruppe, 1974 – 1993
  • Vorsitzender der Gennach-Hühnerbach-Gruppe, 1993 – 2009
    (Komplettsanierung der technischen und EDV-Anlagen, Bau der Wasserversorgung für die Ortsteile Obergermaringen und Untergermaringen durch die Gennach-Hühnerbach-Gruppe)
  • Vorsitzender des Abwasserverbandes Wertach-Ost, 1978 – 2002 (Bau der Verbandskläranlage des Abwasserverbandes Wertach-Ost in Pforzen, 1989 – 1992)
  • Vorsitzender des Schulverbandes, 1974 – 1996 (Bau einer neuen 22-klassigen Hauptschule mit Doppelturnhalle, 1974; Sept. 1976 eingeweiht)
  • Vorsitzender der Arge Wasserver- und -entsorgung in Schwaben, seit 18.07.1996 (Anstreben gemeinsamer Entscheidungen schwabenweit, Versorgung mit aktuellen Informationen, einheitliche Ebene sichern)
  • Aktiver Musiker im Musikverein Germaringen, 1953 – 1975
  • Vorstand des Musikvereins Germaringen, 1965 – 1990 (Freundschaften mit Musikverein Etting 1976 und Gosbach 1966 Freundschaft mit Vale di Sole, Sonnental in Italien, 1974)
  • Ehrenvorstand des Musikvereins seit 1990
  • Aktiver Spieler im SVO, 1946 – 1960
  • Stellv. Vorsitzender und Schriftführer des SVO-Fördervereins, 2001 – 2007
  • Ehrenmitglied des SVO
  • Vorstandsvorsitzender der Molkereigenossenschaft, 1963 – 1975
  • Vorstand der Jagdgenossenschaft, 1965 – 1984
  • Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Obergermaringen, 1975 – 1990

Ehrungen:

  • Urkunde des Bayer. Ministerpräsidenten für besondere Verdienste im Ehrenamt, 2001
  • Verbandsplakette in Silber des Bayer. Fußballverbands, 2002
  • Goldene Vereinsnadel (1976) und Vereinsnadel mit Kranz (1996) für Stadionausbau SVO
  • Goldene BFV-Nadel für 40jährige Mitgliedschaft im SVO
  • Bundesverdienstkreuz am Bande für die kommunalpolitische Tätigkeit, 1992
  • Ehrenring des Landkreises Ostallgäu, 1996
  • Kommunale Verdienstmedaille in Bronze, 30.09.1996
  • Goldene Fördermedaille des ASM, 2002
  • Kommunale Verdienstmedaille in Silber, 2003
  • Bayer. Sparkassenmedaille in Gold, 2008
Ehrenbürger Georg Biechele

Georg Biechele

*22.07.1927

Am 22. Juli 2007, seinem 80. Geburtstag, wurde Georg Biechele "In Dankbarkeit, Aner­ken­nung und Würdi­gung seiner her­vor­ragen­den Ver­dienste um seine Heimat­gemeinde, insbesondere aufgrund seines langjährigen engagierten und erfolgreichen Wirkens als Vereinsfunktionär, als Gründer und Vorsitzender der Stiftung 'Germaringer Sport- und Altenhilfe', seiner Arbeit im Arbeitskreis zur Chronikerstellung und als Initiator, Berater und Förderer des Gemeinwohls in Germaringen" auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates zum Ehrenbürger der Gemeinde Germaringen ernannt.

Neben seinem ehrenamtlichen Wirken beim SVO Germaringen hat er sich vor allem sozial mit all seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln engagiert. Bereits von 1957–1958 war er als Verwalter des Germaringer Kindergartens tätig. Nach seinem Wegzug nach Kaufbeuren nahm er dort von 1973–1988 die Aufgaben des Kindergartenpflegers und -verwalters des Kindergartens Hl. Familie wahr. Fünf Jahre war er im Elternbeirat der Realschule und unterstützte als Mitinitiator der Gründung des Frauenhauses in der Schäferstraße die Realisierung des Vorhabens mit einer stattlichen Geldsumme.

Um den sportlichen Aktivitäten in der Gemeinde, aber in gleichem Maße den Bedürfnissen älterer, finanziell schwächer gestellter Bürger Rechnung tragen zu können, stiftete Georg Biechele am 9. Januar 2003 rd. 100.000 EUR Gründungskapital für die Germaringer Sport- und Altenhilfe, deren Stiftungsvorsitz er bis heute inne hat.

Als Vorstand des SVO Fördervereins stellt er durch seine unermüdlichen Aktivitäten den finanziellen Grundstock des Vereins sicher.

Neben der Ehrenbürgerwürde erhielt er zahlreiche Ehrungen, welche die große Wertschätzung seines ehrenamtlichen Engagements unterstreichen. Unter anderem:

  • 1982  Ehrung durch die Gemeinde für beson­dere Ver­dienste im Ehrenamt
  • 1988  DFB Verdienst­nadel für beson­dere Verdienste im Fußballsport
  • 1988  Goldenes BLSV Ehrenzeichen mit Kreuz für langjährige Funktionärstätigkeit
  • 1992  Ehrung durch die Gemeinde für besondere Verdienste zum Wohle Germaringer Bürger
  • 1994  Ernennung zum Ehrenmitglied des SVO
  • 1997  Goldenes BLSV Ehrenzeichen für 50-jährige Mitgliedschaft
  • 2004  Ehrung durch die Gemeinde für besondere langjährige Verdienste um den SVO
  • 2005  Verleihungsurkunde und Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt und sozialen Bereich
  • 2007  Verleihung der Ehrenbürgerwürde

Ehrenbürger aus Untergermaringen

Ehrenbürger Fidelius Lang

Fidelius Lang

1865 - 1948

Bürgermeister von 1893-1934, Gründungsvorstand der Raiffeisenkasse Untergermaringen, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von 1888-1895.

Ehrenbürger Peter Dörfler

Peter Dörfler

1878 - 1955 

Die Familie Dörfler (Derfler) stammt nach gesicherten Erkenntnissen aus den Bergen nördlich des Pustertales, wo es heute noch ein "Derflerhaus" gibt. In den Wirren nach dem 30-jährigen Krieg tauchte ein Paul Derfler aus dieser Gegend in Kaufbeuren auf. (Bis zu Beginn des 1. Weltkrieges kamen noch jeden Sommer Kinder aus den Südtiroler Bergen nach Lindau, wo sie sich auf einem eigenen Markt als  Hütekinder gegen ein geringes Entgelt und ein "Häs" für einen Sommer verdingten und im Herbst, bevor die Pässe unpassierbar wurden, wieder nach Hause wanderten; man nannte sie auch "Die Schwabenkinder".)
Er heiratete nach Jengen, eine gewisse Euphrosine Spieß(in). Nachkommen dieser Familie waren in Dösingen und Untergermaringen wohnhaft. In Untergermaringen war dann ein Mathias Dörfler Bauer und Bürgermeister; er heiratete die aus Beckstetten stammende Maria Heckel. Am 29. April 1878 wurde als 3. Sohn der Familie ein "Petrus" geboren.
Das Geburtshaus des Peter Dörfler fiel dem ersten im Dienstbuch der FFW UG protokollierten Großbrand vom 26.2.1901 zum Opfer. An seiner Stelle, dem Eckgrundstück der heutigen Germar-/Peter-Dörfler-Straße ist heute ein Obstgarten mit einem Gedenkkreuz; zu Peter Dörflers 100. Geburtstag wurde ein Gedenkstein eingeweiht.
Dies alles erlebte der kleine Peter natürlich nicht mehr, denn er zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Waalhaupten wo sein Vater einen größeren Hof erwarb. Bis heute ist nicht gesichert, welche der beiden Kirchen, die von Waalhaupten oder die Georgi-Kirche, in seinem Roman "Als Mutter noch lebte" beschreibt. Gesichert sind lediglich die heute noch erhaltenen Grabstellen: Seine Großeltern liegen auf dem Georgiberg in Untergermaringen, seine Eltern in Waalhaup­ten und er selbst nach seinem Wunsch auf dem alten Neuhauser Friedhof in München in der Nähe seines Kinderheimes begraben.
Seine, wie man indirekt seinen Werken entnehmen kann, weitgehend sorgenfreie und glückliche Kindheit verbrachte er in Waalhaupten, dem er zeitlebens verbunden blieb. Aber schon bald musste er diese Heimat verlassen. Dem elterlichen Wunsch entsprechend schlug er die priesterliche Laufbahn ein: Gymnasialzeit in St. Stephan in Augsburg, nach dem Abitur Studium der Theologie in München. 1903 empfing er mit 25 Jahren die Priesterweihe. Zwischen 1903 1906 diente er Steingaden und in Lindenberg im Allgäu als Kaplan. Danach kam er als Stipendiat des kirchengeschichtlichen und archäologischen Kollegs am Campo Santo Teutonico nach Rom, wo er christliche Archäologie studierte. In diese Zeit fällt auch eine für damalige Zeit ungewöhnliche Bildungsreise, die ihn nach Griechenland, Ägypten und Konstantinopel führte und auch in späteren Werken ihren Niederschlag fand.
Aber auch wissenschaftlich zog Peter Dörfler aus dieser Arbeit Nutzen: im Jahre 1909 promovierte an der Universität München mit einer Dissertation über "Die Anfänge der Heiligenverehrung nach den römischen Inschriften und Bildwerken" zum Doktor der Theologie. Es folgte seelsorgerische Arbeit in Mindelheim und Landsberg am Lech. Zu Beginn des 1. Weltkriegs, im Jahre 1915, wurde Peter Dörfler zum Direktor des bekannten Münchner Kinderheimes "Marien-Ludwig-Ferdinand-Anstalt" an der Romanstraße im Stadtteil Neuhausen berufen. Über dreißig Jahre leitete er das Heim und sorgte für verwaiste und verlassene Kinder. Daneben entfaltete er sein reiches schriftstellerisches Schaffen. Die Anfänge dazu liegen allerdings schon in seiner Zeit als Seelsorger: "Als Mutter noch lebte" (1912), sein erstes dichterisches Werk, oder der Roman aus der römischen Campagna "Die Verderberin" (1914) und, ganz zeitgeschichtlich, "Der Weltkrieg im Schwäbischen Himmelreich" (1915). Aber er beherrschte alle Formen der Prosa: epische Romane ebenso wie kleine Erzählungen oder Kalendergeschichten und, mehr historisch-theologisch, die Heiligen-Biographien.
Dabei sind, bis auf einige historische Romane (so z. B. "Neue Götter" (1920) oder "Die Schmach des Kreuzes" (1927/28), das er in der neuen Bearbeitung von 1950 "Heraklius" nannte) alle seine Werke aufs engste mit seiner schwäbischen Heimat verwurzelt.
Peter Dörfler bleibt in seinem Werk sich und seiner Glaubensüberzeugung treu. Er hat aber auch das soziale Elend (das er ja aus seiner Arbeit so gut kannte) und die Ungerechtigkeit der Welt gekannt. Seine Werke zwischen 1920 und 1950 belegen das eindrucksvoll: "Der ungerechte Heller" (1920), die Apollonia-Trilogie mit "Die Lampe der törichten Jungfrau" (1930), "Apollonias Sommer" (1931), "Um das kommende Geschlecht" (1932), oder die Allgäu-Trilogie mit den Romanen "Der Notwender" (1934), "Der Zwingherr" (1935), "Der Alpkönig" (1936). Unvergessen sind auch seine Romane "Die Wessobrunner" (1941) und die "Gesellen der Jungfer Micheline" (1953). Außerdem verfasste er Biografien von Don Bosco, der heiligen Elisa­beth, Vinzenz von Paul, Philipp Neri, Nikolaus von der Flue, Albertus Magnus und 1954, kurz vor seinem Tod, dem hl. Ulrich.
Aber er dachte auch an die im bayrisch-schwäbischen Raum bis heute so aktiven Laienbühnen und schrieb für sie eine Reihe durchaus erfolgreicher Dichtungen.
Seine Ehrungen sind vielfältiger Natur: Im Jahre 1945 wur­de Dörfler zum Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung berufen und noch im gleichen Jahr erhielt er den Literaturpreis der Landeshauptstadt München. Der Papst ernannte Peter Dörfler 1948 zum Hausprälaten, der Bundespräsident verlieh ihm 1955 das große Verdienstkreuz. 1953 wurde ihm von seiner Geburtsgemeinde Untergermaringen die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Am 10. November 1955verstarb Peter Dörfler nach längerer Krankheit. Seine Biographie "St. Ulrich, der große Bischof und Reichsfürst" war sein letztes Werk.
Arthur Maximilian Miller sagte von ihm, er habe den Schwaben das größte Gemälde ihrer Heimat gemalt.

Ehrenbürger Landr. Josef Ried

Landrat Josef Rid

1907 - 1997

Die Unterstützung des Landrates (1952-1970) für die seinerzeit selbstständige Gemeinde Untergermaringen beim Ausbau der Ortsstraßen und sein Engagement bei der Renovierung der Kirche auf dem Georgiberg veranlassten den Gemeinderat, Josef Rid das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. In Erinnerung an seine Tätigkeit errichtete das Dorf einen Gedenkstein auf dem Georgiberg und pflanzte eine "Josef-Rid-Gedächtnis-Linde".

Gottlieb Miller

Gottlieb Miller

1909 - 1993

Bürgermeister von 1955-1972, Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr von 1949-1987. 1946 wurde er in den Gemeinderat und zum 2. Bürgermeister gewählt, 1955 folgte er Gottlieb Stich in das Amt des 1. Bürgermeisters, das er bis zum Ender der Selbstständigkeit Untergermaringens inne hatte.Der Ausbau des Straßennetzes, Neubau des Schulhauses, die Lösung der Wasserversorgung im Verbund mit der Gennach-Hühnerbach-Gruppe und die Renovierung der Kirche auf dem Georgiberg fielen in seine Amtszeit.Neben der Funktion des Aufsichtsrates der Raiffeisenkasse hat Gottlieb Miller auch in den gemeindlichen Vereinen und Genossenschaften tatkräftig mitgewirkt.

Ehrenbürger aus Ketterschwang

Bild von Ehrenbürger

H.H. Pfarrer Johann Baptist Dobmeier

H. H. Pfarrer Johann Baptist Dobmeier hat 43 Jahre in Ketterschwang segensreich gewirkt. Er war geboren am 23. Januar 1871 in Hannesried in der Oberpfalz. Als Sohn eines Postboten zog er mit der Familie nach Kronheim in Mittelfranken und absolvierte das Gymnasium in Eichstätt. Nach dem Besuch des Lyzeums in Dillingen wurde er am 23. Juli 1896 zum Priester geweiht. Nach mehreren Stationen im Westallgäu, Pfarrvikar in Talkirchdorf, Ebratshofen, Gestratz, Memhölz und Hechendorf kam Johann Baptist Dobmeier am 22. Juli 1902 als Pfarrer nach Ketterschwang. Er schreibt: Nach der Ernennung durch Prinzregenten Luitpold sei er ohne Sang und Klang aufgezogen, abends im Wirtshaus Brem (das Pfarrhaus war noch leer) wurde er im Beisein seiner Mutter durch die „Spitzen“ begrüßt. Beigeordneter Hartung hätte einige Kernsprüche losgelassen, die „meine Ruhe und Furchtlosigkeit in einfacher Logik“ in eine gemütliche Unterhaltung überleiteten: er wurde mein persönlicher Feind nicht; ein Kompetenzfall (Kreuzträger bei Leichenbegängnissen) mit Bürgermeister Moser wurde durch Ausschaltung der Zwischenperson erledigt, selbst der Friedhofs- und Pfarrhofbaustreit wandelte ru­hige Beharrlichkeit und Beherrschung. Fazit: Deus suit – Gott macht es 1912 wurde ihm das Bezirkskammeramt Kaufbeuren 1 und 1914 die Distriktsschulinspektion Kaufbeuren übertragen, letztere wurde ihm am 1. Januar 1919 „aus den geistlichen Händen“ genommen und den Inspektoren im Schuldekanat übertragen. Von 1934 bis 1941 übte er das Amt des Kapiteldekans aus, danach war er Ehrendekan des Kapitels und des Schuldekanatsamtes. Eine besondere Auszeichnung durfte er 1940 als Bischöflich Geistlicher Rat erfahren. Über seine seelsorgerische Tätigkeit hinaus hat sich Geistl. Rat Dobmeier besondere Verdienste um die Dorfgemeinschaft erworben. 1902 hat er den Obstbau- und Bienenzuchtverein Ketterschwang ins Leben gerufen und war dessen Gründungsvorstand. Die ausführlich handgeschriebene Pfarrchronik Ketterschwang verfasste er im Jahre 1922. Der Gemeinderat fasste am 1. Juli 1927 folgenden Beschluss: „Unserem H. H. Pfarrer Johann Baptist Dobmeier in dankbarer Anerkennung seines 25-jährigen äußerst pflichtgetreuen und vorbildlichen Wirkens in hiesiger Kirche, Schule und Gemeinde und seines während dieser Zeit so oft bekundeten großen Wohltätigkeitssinnes verleiht ihm die Gemeinde das Ehrenbürgerrecht.“

 

 

Bild von Ehrenbürger

Oberlehrer Josef Herreiner

Josef Herreiner wurde in Ellighofen geboren. Er wurde am 1. Mai 1901 in Ketterschwang zum Hauptlehrer ernannt. Als umsichtiger und eifriger Pädagoge hat er sich in der damals einklassigen Volksschule sehr schnell die Wertschätzung der gesamten Dorfbevölkerung erworben.

Er war Gründungsmitglied des am 1. Februar 1902 ins Leben gerufenen Obstbau- und Bienenzuchtvereins und übernahm am 9. August 1903 das Amt des Schriftführers und des Kassiers.
Als langjähriger Chorleiter war er stets bemüht, junge Kräfte auszubilden. Dies erfolgte nicht nur im Gesang, er gab auch Geigenunterricht.
Die Theatergruppe hatte mit ihm einen talentierten Spielleiter und konnte schöne Erfolge feiern.

Am 14. Dezember 1927 fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, Hauptlehrer Josef Herreiner für seine großen Verdienste um die Dorfgemeinschaft zum Ehrenbürger zu ernennen. Er ist in Augsburg verstorben.

German Brem

German Brem

1880 - 1956

Am 29. Mai 1880 wurde German Brem als neuntes von 15 Kindern geboren. Seine Eltern waren die Gastwirtseheleute Josef und Apollonia Brem, geb. Karg.
Nach der Volksschule erlernte er das Metzgerhandwerk und übernahm nach seiner Hochzeit am 30. April 1906 mit Theresia Weber aus Buchloe die elterliche Land- und Gastwirtschaft.

Bereits 1911 wurde er als Beigeordneter und damit als Stellvertreter des Bürgermeisters in den Gemeinderat gewählt. Dieses Amt übte er bis November 1933 aus. Durch den plötzlichen Tod von Bürgermeister Xaver Moser übernahm er als dessen Nachfolger diese Aufgabe bis zum März 1937, um anschließend in schwieriger Zeit der Diktatur und des Krieges bis 1945 wieder als Beigeordneter im Gemeinderat tätig zu sein.

German Brem erbaute an der Straße nach Beckstetten auf Hs. Nr. 56 ein zweites landwirtschaftliches Anwesen, bezog dieses 1937 und übergab es dann 1947 an seinem jüngsten Sohn Max übergab.

Für seine großen Verdienste um die Dorfgemeinschaft wurde er 1956 mit dem Ehrenbürgerrecht seiner Heimatgemeinde Ketterschwang ausgezeichnet. Sein Todestag ist der 17. Juli 1956.

Josef Burkhart

Josef Burkhart

1908-1989

Josef Burkhart wurde am 17. Mai 1908 auf dem Widdumbauernhof als Sohn der Eheleute Alois und Veronika Burkhart, geb. Brem, in Ketterschwang geboren. Pfarrer Johann Baptist Dobmeier erkannte in seinem eifrigen Ministranten eine weit überdurchschnittliche Intelligenz und Josef ging aufs Gymnasium, um später Theologie zu studieren und Priester zu werden. Durch den frühen Tod seines Vaters musste er die Schule abbrechen, da er als einziger Sohn auf dem Hof gebraucht wurde. Nachdem er die Landwirtschaftsschule absolviert hatte, heiratete er am 27. Juli 1936 Antonie Kornes aus Kirchdorf und übernahm den Widdumbauernhof.

Für die Bürger Ketterschwangs und den bäuerlichen Berufsstand übernahm er bereits in jungen Jahren Verantwortung. Er war BBV-Obmann, Vorstand der Molkerei- und der Raiffeisengenossenschaft, Feuerwehrkommandant, Organist und Leiter des Kirchenchors. 1948 wurde er durch das Vertrauen der Bürger in den Gemeinderat und zum 2. Bürgermeister gewählt.

Vom 1. Mai 1956 bis 30. April 1974 bekleidete Josef Burkhart das Amt des 1. Bürgermeisters in Ketterschwang. Als umsichtiger Bauleiter trieb er den Schulhausbau mit Küche und Lehrerwohnung voran; ebenso den Kanalbau und die Teerung der Ortsstraßen. Er setzte sich ein für den Neubau der B 12 und den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen nach Eurishofen, Rieden und Schwäbishofen.

Der Neubau der Wasserversorgung mit Brunnen und Pumpstation in Schwäbishofen trägt ebenso seine Handschrift wie die Erweiterung des gemeindlichen Friedhofs mit Leichenhaus und Kriegerdenkmal. Eine schwierige Aufgabe hatte er von 1971 bis 1974 bei der Felderzusammenlegung zu bewältigen. Von 1966 bis 1972 gehörte er als CSU-Kreisrat dem Kreistag des Landkreises Kaufbeuren an.

Im Januar 1976 wurde Josef Burkhart auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates Ketterschwang zum Ehrenbürger ernannt. Am 7. Mai 1989 ist er in Kaufbeuren verstorben.

Alt-BGM Max Brem

Altbürgermeister Max Brem

1923 - 2004

Gemeinderat und zweiter Bürgermeister von 1960-1974, 1. Bürgermeister von Ketterschwang von 1974-1978. In dieser Funktion war Max Brem 1978 maßgeblich beteiligt an der Gebietsreform Ketterschwang . 

Gemeinderat und zweiter Bürgermeister in der neuen Gemeinde Germaringen von 1978-1990. 1992 erhielt er die Kommunale Verdienstmedaille des Freistaates in Bronze.

Die Altbürgermeister– und Ehrenbürgerwürde wurde ihm auf einstimmigen Beschluss des Gemeiderates verliehen am 03.02.1993.

Als jüngstes von 6 Kindern der Eheleute German und Theresia Brem, geb. Weber, wurde Max Brem am 31. Januar 1923 in Ketterschwang geboren. Nach der Schule erfolgte die Ausbildung in der elterlichen Land- und Gastwirtschaft. Am 15. April 1942 musste er in den Krieg ziehen. Nach einer Verwundung am 7. März 1945 konnte er am 17. Juni 1945 in die Heimat zurückkehren. Am 5. Mai 1947 führte er Hedwig Müller aus Eurishofen an den Traualtar.

Max Brem bekleidete eine Anzahl Ehrenämter. Er war

  • bei den Pfarrern Fink und Fries Mitglied der Kirchenverwaltung,
  • in der Vorstandschaft des Bayer. Bauernverbandes, der Molkereigenossenschaft und des Veteranenvereins sowie
  • stellv. Kommandant der Freiw. Feuerwehr.

Durch das Vertrauen der Bürger wurde er 1960 in den Gemeinderat gewählt, von 1966 bis 1974 bekleidete er das Amt des 2. Bürgermeisters. Als Nachfolger von Josef Burkhart übernahm Max Brem das Bürgermeisteramt und übte es von 1974 bis zur Gebietsreform 1978 aus.

Auch in der neuen Gemeinde Germaringen wurde er mit großer Mehrheit zum 2. Bürgermeister gewählt und hatte dieses Amt bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1990 inne.

30 Jahre hat er die Geschicke seiner Heimatgemeinde und die im größer gewordenen Germaringen mitgeprägt. Seine freundliche, aber auch verbindliche Art, sein Weitblick und seine Tatkraft waren es, die den Gemeinderat im Januar 1993 den einstimmigen Beschluss fassen ließen, Max Brem anlässlich seines 70. Geburtstages zum Ehrenbürger zu ernennen.